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Mutter, ich sehe, ich sehe dich, dein schönes blaues Kleid, das einzige, das du besitzt. Du hast es genäht, bis es keinen Stern mehr gab, im Haus, nicht wahr? Du Mutter, du Liebliche in diesem schönen Himmelskleid, ich schwör´s, du wirst mir immer vor den Augen stehen. Du oder der Traum von dir, oder der Tag, an dem ich erwachte... (Da stand dein lachendes Gesicht vor mir und die Gardinen fingen an staubig zu flattern, dich zu grüßen, denn schrecklich warst du in deiner Schönheit).
Ich weiß es noch: als ich ganz klein war, lud unser dummes Haus alle Vögel zu sich ein, und du warst so froh! Sie bauten Nester in seinen Augenhöhlen. Jetzt ruft unser Haus nur dich mit trockenen Lippen. Es ruft dich heim und du bleibst auf immer da, wo du bleibst, Mutter, Zärtliche, in deinem zerschlissenen Veilchenkleid, im besten von allen!
Deine kleinen Füsse gleiten über die zerstreuten Sternenkugeln, über Tränen und über Regentropfen.
Deine Füsse werden kleiner und kleiner. So läufst du davon. So läufst du entgegen. Dein Lachen blendet.
Copyright © by Marjana Gaponenko
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